ruhrmoderne EXPEDITIONEN 2020. Stadtspaziergänge durch Dortmund, Marl und Dorsten

Demokratisches Bauen, neue Wohnformen, gewagte Konstruktionen – die Architektur der Nachkriegsmoderne ist Ausdruck eines neuen Denkens. Auf unseren ruhrmoderne EXPEDITIONEN nehmen wir Sie mit, gemeinsam herausragende Bauwerke der 1950er bis 1970er Jahre in Deutschland zu erkunden. Als Zeichen eines Aufbruchs von Architektur und Stadtplanung begeben wir uns zu ausgewählten Bauten in der Dortmunder Innenstadt, in die Neue Stadt Wulfen (Dorsten) und in das Marler Zentrum. An diesen Orten werden Ideen, Funktionen und Prozesse erläutert, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Um Ihnen diese Bauten und Stadträume näher zu bringen, bietet die ruhrmoderne in Kooperation mit Baukultur NRW an drei Sonntagen im Juli geführte Spaziergänge zu schönen, berühmten, aber auch zu unbekannten und vielleicht schrägen Gebäuden der 1950er bis 1970er Jahre im Ruhrgebiet an.

Die ruhrmoderne EXPEDITIONEN 2020 werden als geführte Spaziergänge mit max. 15 Personen im öffentlichen Raum durchgeführt. Es werden keine Bauten im Inneren besichtigt. Eine barrierefreie Wegeführung kann nicht garantiert werden. Bitte berücksichtigen Sie festes Schuhwerk und entsprechende Kleidung. Es werden Pausen gemacht; Catering ist nicht vorgesehen.

Die ruhrmoderne EXPEDITIONEN 2020 werden realisiert mit Unterstützung von Baukultur Nordrhein-Westfalen.

Bitte melden Sie sich an per E-Mail an service@baukultur.nrw.


Verwaltung und Kultur – Innenstadt Dortmund (AUSGEBUCHT)

Kultur und Verwaltung waren die zentralen Themen in der Gestaltung der Innenstädte in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Das neue kommunale Selbstverständnis fand hier seinen repräsentativen architektonischen Ausdruck. Die ruhrmoderne EXPEDITION startet am Dortmunder Hauptbahnhof und begibt sich in der Innenstadt auf die Suche nach ambitionierten Gestaltungen der 1950er bis 1960er Jahre. Dabei werden Theater und Ämter, Rathäuser und Museen in den Blick genommen, die mit ihrer Architektur von den ersten Aufbruchsjahrzehnten der Stadt erzählen.

05. Juli 2020, 14.00-17.00 Uhr, inkl. Pause
Treffpunkt, Start und Ziel: Hauptbahnhof Dortmund, Südausgang
Führung: Alexandra Apfelbaum


Neue Stadt Wulfen – Dorsten-Barkenberg

Wie wollen wir wohnen und leben? Das war eine zentrale Frage des Wiederaufbaus in den 1950er Jahren in Westdeutschland. Die Ende der 1950er Jahre initiierte Neue Stadt Wulfen war ein städtebauliches Modellvorhaben, das die damaligen Ideale des Siedlungsbaus konsequent umsetzte: die Trennung der Verkehrsarten, eine starke Durchgrünung des Siedlungsgebiets und eine beeindruckende Vielzahl an Wohnformen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Es wurde Neues gewagt und experimentiert, sowohl mit den Planungsverfahren als auch in der Architektur. Einiges scheiterte, anderes erfreut sich bis heute großer Beliebtheit.
Die ruhrmoderne EXPEDITION startet am Wulfener Markt und nimmt Sie u.a. mit zu Wohnexperimenten wie dem Habiflex, zu ganz unterschiedlichen Wohnanlagen wie der Finnstadt oder der Baugruppe Eggeling und wirft einen Blick in die damalige Fertighaus-Ausstellung. Zudem werden während des Spaziergangs auch ungebaute Planungen und schon verschwundene Bauten thematisiert.

12. Juli 2020, 14.00-17.00 Uhr, inkl. Pause
Treffpunkt, Start und Ziel: Wulfener Markt, Dorsten
Führung: Yasemin Utku


Mitten im Grünen – Zentrum Marl

Die Stadt Marl wuchs in den Nachkriegsjahren rasant an. Der außergewöhnliche Rathausbau durch die international renommierten Architekten Johan Hendrik van den Broek und von Jacob Berend Bakema sollte das Herz eines neuen, modernen Stadtzentrums mitten im Grünen sein. Dazu entstanden Wohnriegel und Einkaufszentrum und weitere Kultur- und Bildungsbauten. Die ruhrmoderne EXPEDITION startet in der Mitte auf dem Creiler Platz und begibt sich auf die Suche nach diesen Bauten, die mit ihrer außergewöhnlichen Architektur beispielhaft von dem kommunalen Selbstverständnis, den sozialen Utopien, mutigen Entscheidungen und technischem Fortschrittsglauben der ersten Nachkriegsjahrzehnte erzählen.

19. Juli 2020, 14.00-17.00 Uhr, inkl. Pause
Treffpunkt, Start und Ziel: Creiler Platz 1, Marl
Führung: Alexandra Apfelbaum