Übergabe des Offenen Briefes an den Bürgermeister der Stadt Ahlen

Mit 121 Unterschriften von Fachleuten aus Architektur, Denkmalpflege und Kunstgeschichte, aber auch von Ahlener Bürgerinnen und Bürgern wurde unser Offener Brief zum Erhalt des Kultur- und Verwaltungszentrums am 6. März 2019 an den Bürgermeister der Stadt Ahlen, Dr. Alexander Berger, übergeben. (Foto v. l. n. r.: Stadtbaurat Andreas Mentz, Dr. Alexandra Apfelbaum (Vorstand Ruhrmoderne), Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Stefan Rethfeld (Ruhrmoderne))

Nur wenig später veröffentlichte das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) seine Entscheidung im Streit um den Denkmalwert des Gebäudes. „Es bestehe kein öffentliches Interesse an der Erhaltung und Nutzung“, so die Begründung. Die Fassaden seien „in ihrer aktuellen Form aus bauphysikalischer Sicht nicht erhaltungsfähig. Eine Eintragung des Objektes in die Denkmalliste würde zu einer Rekonstruktion bei vollständigem Substanzverlust beider Fassaden führen.“ (Pressemitteilung des MHKBG)

In den nächsten Wochen wird sich nun entscheiden, ob das Ahlener Rathaus zugunsten eines Neubaus abgerissen wird oder ob eine Sanierung und Erweiterung möglich ist. Bürgermeister Berger und Stadtbaurat Mentz zeigten sich offen für konstruktive Gespräche über Strategien für eine Revitalisierung und Weiternutzung. So besteht weiterhin die Chance, das Haus – auch ohne Denkmalschutz – als historisches Zeugnis zu erhalten und gleichzeitig zukunftsfähig zu entwickeln.

Zur Stellungnahme des Architekten Christoph Parade.